Lupenrein

Ein Gedicht von Katrin Jannasch
Lupenrein

Neulich. Zeit spielt keine Rolle.
Hielt ich Ausschau. Welche tolle Nebenrolle, ich im Großen Ganzen bin.
Was ich fand, ein Hauptgewinn.

Ohne Los zog ich ins Schlachtfeld.
Risiko nicht mein Begehr.
Eher Werkzeug' mein Begleiter.
Ohne. Kaum besonnen Gegenwehr.

Werkzeug aus dem Staube Blüten,
fruchtbar, nährend, farbenfroh.
Mit der Lupe faszinierend,
dieser Blick benötigt Lohn.

Lohn, den konnt' ich nicht bezahlen.
Ist nicht wichtig. Lohn vergeht.
Das was bleibt, wie bei den Walen,
Kreise zieht. Erhebt, fast schwebt.

Großes Ganzes ist das blühend, schönste Reich, mir offen steht.
Lupe zwecklos, Wal ist größer.
Auge Sinn ist zweckgebunden.
Glühend Werkzeug.
Linse gedreht.

Informationen zum Gedicht: Lupenrein

04.10.2026
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