Liebe hin, Liebe her…

Ein Gedicht von Gudrun Nagel-Wiemer
Hans war ein Choleriker,
und machte Ruth das Leben schwer.
Ohne Anlass, ohne Not,
wurde er zornig und sah rot.

Lief im Alltag etwas schief,
wurde Hans gleich aggressiv.
Aus der kleinsten Kleinigkeit,
entwickelte sich ein Ehestreit.

Ruth nahm öfter schon Reißaus
und flüchtete ins Nachbarhaus.
Neulich, vor nicht langer Zeit,
war es wieder mal soweit.

Ruth hatte sich vom Haushaltsgeld,
im Internet, ein Kleid bestellt.
Voller Stolz, mit Eleganz,
präsentierte sie es Hans.

Anstatt die Ehefrau zu loben,
fing Hans wieder an zu toben.
"Schmeißt du mein Geld zum Fenster raus?
Das dulde ich nicht in meinem Haus!"

Bevor der Streit richtig entbrannte
floh Ruth zu Ihrer Lieblingstante.
Tante Ilse konnte es nicht fassen.
„Du musst den Kerl sofort verlassen."

Ruth holte erstmal hörbar Luft:
„Ich trenne mich von diesem Schuft.
Liebe hin und Liebe her……
Dieser Schritt fällt mir nicht schwer.“

Gudrun Nagel-Wiemer

Informationen zum Gedicht: Liebe hin, Liebe her…

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06.02.2026
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