Keine Schere, keine Feile...

Ein Gedicht von Gudrun Nagel-Wiemer
Es ist früh, wir sitzen am Strand,
ich schaue entsetzt auf meine Hand.
Der Tag beginnt wirklich beschi...
Ein Fingernagel ist abgerissen.

Die Stimmung sinkt, ich bin verbittert,
schon wieder einer abgesplittert.
Keine Schere, keine Feile,
wenn man sie braucht, fehlen die Teile.

Mein Ehemann greift in den Sand
und hat ein Steinchen in der Hand.
Er reicht mir dieses flache Stück
und meint: "Da hast du wirklich Glück."

Was hat er sich dabei gedacht?
Eine Feile wäre angebracht...
Nun gibt er mir den rauen Stein
und sagt: "Der könnte nützlich sein.

Die Neandertaler haben `s so gemacht."
Na, sowas, wer hätte das gedacht...
Den Ratschlag habe ich begriffen
und den Nagel damit rund geschliffen.

Seine Idee war gar nicht dumm.
Am Strand liegen viele Feilen rum.
Danke für diesen genialen Tip.
Das Steinchen nehme ich gleich mit.

Gudrun Nagel-Wiemer

Informationen zum Gedicht: Keine Schere, keine Feile...

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06.05.2026
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