Kein Ostern auf der Osterinsel

Ein Gedicht von Gudrun Nagel-Wiemer
Im Südpazifik, auf einer Osterinsel,
greift Jakob gerad´ zu einem Pinsel.
Aus den Skulpturen, mit den langen Nasen,
malt er bunte Osterhasen.

Auf Moai, dem abgelegensten Flecken,
wird ihn kein Osterhas´ entdecken.
Auf dem kargen Eiland, aus Gestein,
fühlt er sich einsam und allein.

Um Ostern wird er hier betrogen.
Hier treffen sich nur Archäologen.
Sein Vater reibt sich gerade die Hände.
„So, die Forschung hat ein Ende!“

Traurig denkt Jakob an zu Haus.
Fällt Ostern dieses Jahr nun aus?
Keine Schokolade und keinen Kuchen.
Er würde so gern Eier suchen.

Sowas nennt man Osterinseln…
Man kann nicht mal ein Ei anpinseln.
Sein Vater streichelt ihm den Nacken.
„Komm, Jakob, lass und ganz schnell packen.“

Informationen zum Gedicht: Kein Ostern auf der Osterinsel

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22.03.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Gudrun Nagel-Wiemer) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.