Im Schatten der Stimmen

Ein Gedicht von Lewin Dunkel
Ein Gedicht über das leise Missverstehen der Seele

Im Zimmer der Stille
ein Winter aus Worten.
Man sagt: Fieber ruht,
doch Schmerz der Seele
bleibt unberührt.

Ein Mensch mit Dunkel
im Atem, im Blick -
man reicht ihm Ratschläge,
die fallen wie Staub
auf kalte Haut.

Die Welt spricht lauter
von sichtbaren Wunden,
doch jene im Innern
bleiben ein Flüstern,
ein kaum gesehener Riss.

Ein Satz wie Eis:
Entspann dich doch.
Als wäre Angst
ein Schalter,
den man nur findet.

Und unter allem
die alten Reflexe -
ein Erbe aus Zeiten,
in denen Schweigen
als Heilung galt.

So geht ein Mensch
durch Tage aus Glas,
trägt seine Stille
wie ein dünnes Licht,
das niemand bemerkt.

Doch manchmal
bricht ein leiser Funke
durch das Missverstehen,
und ein Wort wird warm -
für einen Atem lang.

Informationen zum Gedicht: Im Schatten der Stimmen

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07.08.2026
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