Im Autohaus

Ein Gedicht von Gudrun Nagel-Wiemer
Vorm Autohaus brummen die Motoren.
Das ist Musik in unseren Ohren.
Begeistert schaut sich mein Ehemann,
den neuen Porsche Boxster an.

Ein junger Verkäufer lädt mich ein:
„Gnädige Frau, kommen sie doch rein.“
Die Ausstellung ist wirklich genial.
Hier hat „Mann“ die Qual der Wahl.

Exklusive Modelle für jeden Zweck.
Flach und schnittig, - mit Stoffverdeck.
Dieses Cabrio ist wirklich „Spitze“.
Ich liebe schwarze Ledersitze…

Hinter mir drängelt schon mein Schatz:
„Nimm doch mal im Wagen Platz!“
Ich sehe, wie seine Augen strahlen.
„Kannst du „den“ denn auch bezahlen?

Die Grundausstattung ist schon teuer…“
Sanft streiche ich über das Steuer.
„Das Cabrio ist natürlich klasse,
doch reißt ein Loch in unsere Kasse…“

Der Verkäufer hat sofort erfasst,
dass das Preis-Segment nicht passt
und verweist uns jetzt blitzschnell,
auf ein anderes Model.

„Nö, sag ich zu meinem Mann,
stell dich nicht so knickrig an.
Ich möchte nun, nach all den Jahren,
endlich mal „Porsche Boxster“ fahren."

Informationen zum Gedicht: Im Autohaus

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25.02.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Gudrun Nagel-Wiemer) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.