Frühlingserwachen

Ein Gedicht von Gudrun Nagel-Wiemer
Die Sonne weckt das zarte Grün,
die ersten Osterglocken blühen,
Im März beginnt die Frühlingszeit,
Ostern ist jetzt nicht mehr weit.

Schon mittags fängt sie an zu prahlen,
schickt uns ihre warmen Strahlen,
hat langsam die Natur geweckt,
und zeigt uns jetzt, was in ihr steckt.

Ich streife durchs Naturschutzgebiet,
man sieht sofort, was gerad´ geschieht,
frische Knospen sprießen, Finken kreisen,
es zirpen Rotkehlchen und Meisen.

Am See watschelt ein stolzer Schwan,
ein Angler sitzt in seinem Kahn,
leise schippert er am Ufer lang
und hofft auf einen guten Fang.

Ein Wildkaninchen spitzt das Ohr,
reckt den kleinen Kopf hervor,
das Tier beobachtet mich ganz keck,
dreht sich um - und hoppelt weg.

Stockenten höre ich schnattern,
wollen ein paar Brotkrumen ergattern,
doch füttern ist hier nicht erlaubt,
von mir wird heut´ nichts abgestaubt.

Der Frühling liegt jetzt in der Luft,
ein Käuzchen aus der Ferne ruft,
schaue auf den See, der rein und klar,
und fühle mich gerad´ wunderbar.




Gudrun Nagel-Wiemer

Informationen zum Gedicht: Frühlingserwachen

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09.03.2026
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