Freude am Malen

Ein Gedicht von Gudrun Nagel-Wiemer
Heute fängt der Malkurs an,
dreizehn Damen schauen mich,
die Erwartungen sind groß,
nach kurzer Einweisung geht`s los.

Wir beginnen, ganz gechillt,
mit einem hübschen Blumenbild.
Ich habe schon mal, auf Verdacht,
ein paar Fotos mitgebacht.

Mit dem Pinsel, dick und rund,
malen wir den Hintergrund.
Ein zartes Blau, Gelb, etwas Grün,
dann lassen wir die Blumen blühen...

Irgendwas liegt in der Luft...
Das ist gewiss der Kaffeeduft.
Streuselkuchen steht schon bereit,
- um sechszehn Uhr ist Kaffeezeit.

Da flüstert mir jemand ins Ohr:
"Malst du mir die Blüten vor?"
"Ist ganz einfach, schau mal her,
Blumen malen ist nicht schwer.

Zwei Mohnblüten oben, in der Mitte,
darunter eine Margerite,
dazwischen etwas Löwenzahn.
An Farbe solltest du nicht spar`n.

Schon weht einen frische Brise
über deine bunte Wiese.
Ein paar Rispen, - und hier vorn,
ist noch Platz für Rittersporn."

Hinter mir höre ich ein Raunen,
leises Wispern und Erstaunen.
"Jetzt solltet ihr es auch versuchen."
Ich freue mich auf den Streuselkuchen!

Gudrun Nagel-Wiemer

Informationen zum Gedicht: Freude am Malen

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23.04.2026
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