Flammender Herbstwald

Ein Gedicht von Josef Albert Stöckl
Flammender Herbstwald

Ruhig sinnend steht der Wald
da ihn der Herbst ergreift
Nebelschleier ziehen kalt
sein Laub gegerbt, gereift.

Doch als die Nebelwand entflieht:
- die Sonne hat’s vollbracht -
da durch den Wald ein Leuchten zieht
als wär’ Feuerschein entfacht.

Im Abendrot lässt letztes Glüh‘n
das Laub noch einmal lodern
doch schon schwebt es zum Boden hin
um dorten zu vermodern.

Am Abend ziehen Wolken schwer
ihr Schatten löscht den Brand
der Herbstwind treibt sie vor sich her
düstrer November zieht ins Land.

Josef Albert Stöckl

Informationen zum Gedicht: Flammender Herbstwald

24.09.2026
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