Eine weise Entscheidung

Ein Gedicht von Gudrun Nagel-Wiemer
Er ist mit seinem Motorrad
immer vorsichtig gefahr`n.
Nicht nur in der Stadt,
auch auf der Autobahn.

An einem trüben Regentag,
ist der Unfall dann geschehen.
Den Stein, der auf der Straße lag,
hat er wohl übersehen.

Er lag schutzlos auf dem Asphalt.
Auf das Visier prasselte der Regen.
Es war nass und bitterkalt.
Er konnte sich nicht bewegen.

Ein Notarzt eilte schnell herbei,
Sanitäter haben ihn davongetragen.
Am Krankenbett stand die Polizei
und stellte ihm, zum Unfall, Fragen.

Er hat sich das Schlüsselbein gebrochen,
ist mit dem Kopf hart aufgeschlagen.
Im Körper spürt er noch jeden Knochen.
Den Halswirbel stützt jetzt ein Kragen.

Seiner Mutter gab er das Versprechen,
die Maschine nicht mehr anzurühren.
Er möchte ihr das Herz nicht brechen,
nie wieder diese Schmerzen spüren.

Das Leben ist so kostbar.
Seine Familie ist ihm wichtig.
Das Motorrad wird er verkaufen.
Die Entscheidung ist gut und richtig.

Informationen zum Gedicht: Eine weise Entscheidung

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15.05.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Gudrun Nagel-Wiemer) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.