Die Veränderung, die niemand bemerkt

Ein Gedicht von Lewin Dunkel
Die Veränderung, die niemand bemerkt
Ein leiser Riss im Gleichgewicht

Etwas verschiebt sich, kaum sichtbar,
ein feiner Druck im Raum,
wie ein Atemzug, der länger bleibt
als gestern.
Die Linien stehen noch,
doch ihr Gleichgewicht ist dünner geworden,
ein kaum hörbarer Zug
an der äußersten Stelle.

Das Licht hält sich anders,
ein wenig schräger,
als hätte der Tag
seinen festen Stand verloren.
Die Stille trägt mehr Gewicht,
ein gedämpftes Fallen
in den Zwischenraum.

Nichts bricht,
nichts ruft,
doch die Ordnung liegt
einen Hauch daneben,
als würde sie sich
in eine neue Spur legen,
unentschieden,
unbemerkt.

Informationen zum Gedicht: Die Veränderung, die niemand bemerkt

1 mal gelesen
(Es hat bisher keiner das Gedicht bewertet)
-
23.08.2026
Das Gedicht darf weder kopiert noch veröffentlicht werden.