Die unbewegten Sterne
Ein Gedicht von
Lewin Dunkel
Die unbewegten Sterne
Über den abgeernteten Feldern stand eine kalte Herbstesnacht. Die Sterne schienen wie vor Zeiten, als hier noch niemand Wache hielt.
Die Höfe wechselten die Namen. Die Fenster wurden hell und leer. Von vielen, die einst hier gegangen, erzählt der Wind inzwischen mehr.
Und doch erscheint in manchen Stunden, wenn blauer Dunst die Ferne säumt, als sei nichts völlig untergegangen, was einmal hoffte, liebte, träumte.
Die Sterne bleiben ohne Antwort. Sie kennen keinen Menschenlaut. Doch manchmal liegt in ihrem Schweigen die Ordnung, der das Herz vertraut.
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