Die Uhr
Ein Gedicht von
Lewin Dunkel
Die Uhr
Auf dem Regal stand eine Uhr.
Seit Jahren bewegten sich ihre Zeiger nicht mehr. Staub hatte sich auf dem Glas gesammelt, und niemand dachte noch an die Stunde, die sie zuletzt angezeigt hatte.
Der Mensch, dem sie gehört hatte, war längst fort.
Doch manchmal fiel am Abend Licht auf das Zifferblatt, und für einen Augenblick schien es, als halte die Vergangenheit dort Wache.
Nicht alles vergeht sofort.
Manches bleibt zurück wie der Nachklang einer Stimme in einem leeren Raum.
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