Die rote Kappe

Ein Gedicht von Gudrun Nagel-Wiemer
Neulich lag eine rote Kappe,
vor meiner Wohnungstür,
Die hat jemand verloren,
sagte mir mein Gespür.

Ich bückte mich tief runter
und hob die Kappe auf.
Scheinbar ein Designer-Stück,
mit einem Logo drauf.

Ich schrieb rasch einen Zettel
und hängte ihn an die Wand.
Darauf war zu lesen,
dass ich die Kappe fand.

Vielleicht gehört sie Jonny,
dem Jungen, von nebenan,
oder dieser Quasselstrippe,
die niemand leiden kann.

Nach einer halben Stunde,
klopfte es an meiner Tür.
Da sucht jemand seine Kappe,
sagte mir mein Gespür.

Vor mir stand ein Bursche
der lächelte mich an.
Es war genau der Typ von Mann,
dem man nicht widerstehen kann.

Ich war ihm sofort verfallen,
er war so hübsch und nett.
Irgendwann, das schwöre ich,
lande ich mit ihm im Bett.

Informationen zum Gedicht: Die rote Kappe

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12.04.2026
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