Die letzten Fenster
Ein Gedicht von
Lewin Dunkel
Die letzten Fenster
Im Haus am Ende dieser Straße
brannte noch Licht bis spät zur Nacht.
Die Vorhänge bewegten sich leise,
und über dem Dach stand ein einzelner Stern,
kalt und fern wie eine Erinnerung,
die ihren Ursprung vergessen hat.
Wer dort einst lebte, ist gegangen.
Geblieben sind wenige Dinge:
eine verblasste Fotografie,
ein Name in alter Schrift,
ein Stuhl am Fenster.
Doch manchmal scheint es,
als hätten Räume ein Gedächtnis.
Als würden Schritte nachhallen,
lange nachdem die Türen sich geschlossen haben.
Das könnte Sie auch interessieren