Die Eitelkeit der Knöpfe
Ein Gedicht von
Peter Leitheim
Die Eitelkeit der Knöpfe
www.leitheim-gedichte.de
Gedicht – Nr. 368 von 1486
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Vier alte Knöpfe einst sich trafen
die träumten von vergangnen Tagen.
Von ihrem Wirken ihrem Tun
und von dem längst vergessenen Ruhm.
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1. Knopf
Ich war einst Knopf beim Feldmarschall
die Uniform war kolossal.
Ich selbst aus Gold und wunderschön
für alle herrlich anzusehen.
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2. Knopf
Und ich ihr werdet es nicht glauben
war Knopf beim Papst jetzt dürft ihr Staunen.
Aus Elfenbein und handgemacht
so strahlte ich mit aller Macht.
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3. Knopf
Als Jesus zu dem Tempel ging
ich stolz an seiner Kutte hing.
Aus Kupfer war ich einst gemacht
doch mir gegeben, himmlische Pracht.
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4. Knopf
Ich war ein Knopf am Strümpfelband
von einer Dame elegant.
und ganz egal wer kam daher
mein Anblick freute Männer sehr.
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Gar viele taten mich beneiden
ich tat stets Glücksgefühl bereiten.
Zwar oft ich nur aus Glas gemacht
das glitzert, wenn die Sonne lacht.
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Resümee
Die ersten drei betreten schwiegen
da hier Bescheidenheit tat siegen.
Was wirklich zählt und für sich spricht
ein jeder Knopf tat seine Pflicht.
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Peter Leitheim: Buchautor Spiegelbild der Seele
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2010 / 2025
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