Der Tod, der sich in den Raum legt
Ein Gedicht von
Lewin Dunkel
Der Tod, der sich in den Raum legt
(Eine stille Unterbrechung)
Der Tod tritt leise ein,
ohne Schritt,
ohne Richtung.
Er legt sich in den Raum,
ein dünner Schatten
unter der Ordnung der Dinge.
Die Luft hält den Atem an,
nicht aus Furcht,
nur aus einem stillen Wissen,
das keinen Namen trägt.
Das Licht bleibt stehen,
ein Moment ohne Verlauf,
als prüfe es,
wohin es fallen soll.
Nichts bricht,
nichts ruft,
doch ein feiner Riss
zieht durch die Stille,
schmal, unentschieden,
und legt sich in die Linien,
als wäre der Tod
nur eine leichte Verschiebung
im Gleichgewicht der Welt.
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