Der Straßenmusikant

Ein Gedicht von Gudrun Nagel-Wiemer
An manchen Tagen steht sie Kopf,
- Leos bescheidene, kleine Welt.
Zum Beispiel, wenn in seinen Topf
ein Zwanzig-Euro-Schein reinfällt.

Er steht immer an der selben Ecke,
die Gitarre unter seinem Arm.
Sein Hund liegt friedlich auf der Decke,
denn auf dem Asphalt ist es nicht warm.

Leo verdient sich schon seit Jahren,
sein Geld als Straßenmusikant.
Jeden Cent möchte er sparen,
für einen Trip durchs ganze Land.

Im Sommer bleiben die Menschen stehen,
- im Winter sind sie oft in Eile.
Dann sieht man sie vorübergehen,
in der belebten Einkaufsmeile.

Man hört gern zu, lauscht dem Lied,
er singt so voller Fröhlichkeit.
Manchmal singe ich leise mit,
- dafür nehme ich mir die Zeit.

Informationen zum Gedicht: Der Straßenmusikant

5 mal gelesen
(Es hat bisher keiner das Gedicht bewertet)
-
15.02.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Gudrun Nagel-Wiemer) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.