Der Sommer
Ein Gedicht von
Toralf Neher
Der Morgen verdrängt die laue Nacht,
am Tag brennt heiß die Sonne.
Im Strandbad werden die Liegen knapp,
das Wasser ist eine Wonne.
Die Hitze kriecht durch jeden Busch
und unter jeden Haufen.
Der Kater rekelt sich im Gras,
er lässt die Maus heut laufen.
Hof und Garten sind verlassen,
niemand ist mehr in der Schenke.
Mücken tummeln sich in Massen,
im letzten nass der Vogeltränke.
Hitzefrei gibt's in der Schule,
im Gebäude wird es heiß.
Die Milchbar ist das einzig coole,
hier bekommen die Kinder Eis.
Gegen Abend wird es schwüler,
es zucken erste Blitze.
Nach dem Regen ist's endlich kühler,
vorbei geht jetzt die große Hitze.
Wie der Sommer sich verhält,
das ist schon ziemlich klug.
Heut haben die Sonne wir bestellt,
der Herbst kommt früh genug.
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