Der Mai ist gekommen

Ein Gedicht von Gudrun Nagel-Wiemer
Heute ist der erste Mai,
das Wetter ist wunderschön.
Früher waren, um diese Zeit,
schon Maikäfer zu sehen.

Die Kinder kennen ihn nur noch,
aus dem Gedicht von Onkel Fritze.
Wie entsetzt er aus dem Bette sprang,
mit seiner Zipfelmütze.

Wir haben ihn vom Baum geschüttelt
und in ein Glas gesteckt.
Löcher in den Deckel gebohrt,
und mit zartem Grün bedeckt.

Heimlich versteckte ich das Glas,
in meinem Kinderzimmer.
Wenn er vom Grün ein wenig fraß,
beobachtete ich ihn immer.

Nach kurzer Zeit ließ ich ihn frei,
meistens schon nach zwei Tagen.
Viel länger sollte das Krabbeltier,
die Gefangenschaft nicht ertragen.

Er flog gleich auf den nächsten Baum,
hat sich im Blattwerk gut versteckt.
Heute sieht man ihn eher selten.
Habt ihr schon einen entdeckt?

Informationen zum Gedicht: Der Mai ist gekommen

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01.05.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Gudrun Nagel-Wiemer) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.