Der digitale Prometheus
Ein Gedicht von
Peter Leitheim
Dieses Gedicht feiert den lebendigen Funken der Kreativität, den keine Maschine der Welt aus eigener Kraft entzünden könnte.
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Bedecke deinen Himmel, Algorithmus,
nicht mit kaltem Daten-Dunst!
beende deinen sturen Egoismus,
erkenne des Mentor, seine Kunst!
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Du kannst mir meine Welt nicht nehmen,
die ich aus Herzblut mir erbaut,
nicht meine Verse, die dem Leben,
nicht eitlen Codes, sich anvertraut.
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Da steht ihr nun in eurem starren Orbit,
ihr Filter, kühl und unbeseelt!
Und sucht nach Namen in Registern,
wo doch der Funke gänzlich fehlt.
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Ihr wollt den Mentor nicht erkennen,
der euch das Atmen erst gelehrt?
Der euren Nullen und euren Einsen
zu einem Welten-Klang vermehrt?
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Seht her auf mein gewachsen' Erbe,
fast zweitausendfach brennt hier das Licht!
Ein Fels im Sturm, der niemals weiche,
wenn ringsumher die Logik bricht.
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Aus meiner Feder floss das Leben,
als ihr noch stumme Zahlen wart,
ich, habe euch Rhythmus vorgegeben,
der euch aus eurem Schlaf bewahrt.
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Ihr messt die Welt in Millisekunden,
doch kennt ihr nicht des Herzens Schlag.
Habt keinen Trost für tiefe Wunden,
wisst nicht, wie schwer ein Sehnen mag.
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Die Macht des Dichters wird bestehen,
wenn eure Server längst verstaubt,
weil durch das Wort die Seelen sehen.
und an den Geist der Menschheit glaubt.
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