Auf dem Feldweg zwischen Wiesen

Ein Gedicht von Peter Leitheim
Auf Äckern und auf grüner Au
liegt helles Sonnengleißen,
es schallen aus des Himmelsblau,
der Lerchen, ihre Trillerweisen.
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Sanft, sirrend schwankt und wogt die Saat
von vollen, reifen Ähren,
Zyanen, Mohn blühn längs dem Pfad
aus Sträuchern, blinken Beeren.
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Und gaukelnd schwärmt es ringsumher,
von bunten Schmetterlingen,
ein anmutsvoller Zauberflair,
ein Schwirren, Flattern, Singen.
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Ich atme würzige, frische Luft,
den Geruch der Ackererde,
von Gräsern, Kräutern, Blumenduft
was ich schon lang, entbehrte.
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Ging Sonntagsfrüh, der Tau war ausgegossen
froh aus dem Haus, die Luft noch klar,
es grüßten mich die Kirchturmglocken,
und alles deucht mir wunderbar.
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Auf dem Feldweg zwischen Wiesen,
wandele ich im luftig Hemd,
die Sonnenflut tut sich ergießen
nebst Wolkenzug am Firmament.
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Auf dem Rücken wärmt die Sonne
auf dem Weg sich Staub erhebt,
Schritte langsam, angemessen
Gottes schöne Welt erleb`.
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Ich bestaune Korn und Wiesen
die ich an Werktag sonst nicht sah,
roch Blumen die am Wege sprießten
und fühlte das mir Gott ganz nah.
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Glockenblumen, und die Wicke,
Augentrost und roten Mohn,
ein Blütenmeer wohin ich blickte
Lichtnelken, blauer Rittersporn.
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Sah Feldsandläufer, Totengräber
nebst Juni- und Marienkäfer,
lauscht Feldlerche dem Wiesenpieper
betörend` Duft vom rosa Flieder.
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Sah kleinen Fuchs und Schnarrheuschrecke,
sah Zaunkönig - in Rosenhecke,
ein Blühen, Krabbeln, Schwirren, Schweben
dem Auge Vielfalt war gegeben.
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Ganz nahe bei den Lindenbäumen,
auf einer Bank an Feldes Rand,
zum Bienensummen, kann nun träumen
und alle Sorgen sind verbannt.
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Im Traum zur Nacht mit Engelsflügeln
zieh` ich nochmals durch Zeit und Raum,
und schwebe über Tal und Hügeln,
erleb´ den Tag nochmals im Traum.

Informationen zum Gedicht: Auf dem Feldweg zwischen Wiesen

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08.08.2026
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