Ameisen

Ein Gedicht von Gudrun Nagel-Wiemer
Es kribbelt und krabbelt,
und nervt ungemein.
Wo kommen die kleinen
Ameisen rein?

Sie rennen hier täglich,
über Tische und Bänke,
ich öffne die Schubladen
und schaue in die Schränke.

Dieser elenden Plage,
wird man einfach nicht Herr,
egal was ich anstelle,
es werden immer mehr.

Im Geschirrspüler sind sie,
den lass ich gleich laufen,
ich werde, gleich Morgen,
noch Köderdosen kaufen.

Kämpfe mit allen Mitteln
gegen die Krabbeltiere an,
meine Verzweiflung ist groß,
weil ich nichts machen kann.

Aus der Steckdose kommen sie,
ich kann es nicht glauben.
Hubert ist schon dabei,
den Deckel abzuschrauben.

Er dreht an der Schraube,
der Deckel fällt ab,
jetzt schauen wir beide,
in ein Ameisengrab.

Unzählige Ameisenleichen,
na, das ist ein Ding...
Jetzt ist mir auch klar,
warum der Toaster nicht ging.

Informationen zum Gedicht: Ameisen

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06.07.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Gudrun Nagel-Wiemer) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.