Am Feldweg
Ein Gedicht von
Lewin Dunkel
Am Feldweg
Der Abend lag in blauen Schichten
auf Wiesen hinter Dorf und Rain.
Ein alter Weg verlor sich langsam
im ersten Schein der Dunkelheit.
Die Krähen zogen über Stoppeln,
der Wind strich durch das welke Gras.
Es war, als würde jede Bewegung
nur eine Erinnerung berühren.
Ein Mann blieb stehen.
Er sah zum Himmel, schwieg und lauschte,
als hätte zwischen Stern und Erde
für einen flüchtigen Moment
ein leises Einverständnis geherrscht.
Dann ging er weiter.
Der Weg war derselbe wie immer.
Und dennoch schien die Welt für Augenblicke
mehr zu sein als das,
was die Augen von ihr erfassen.
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