Am Dessous-Fluss

Ein Gedicht von Andreas Vierk
Zwei Knaben fuhren ganz allein
in Strapsen ohne Führerschein.
Sie schlugen Haken wie zwei Hasen.
Man darf in Strapsen so nicht rasen!

Zwei Damen wanderten entspannt in Strapsen.
Verkehrsteilnehmern glühten die Synapsen.
In Strapsen gibt es ordentlich Verkehr
und außerhalb noch weitaus mehr.

In Strapsen sieht man auf dem Wappen
zwei Knappen ohne Narrenkappen,
verschwommen aber putz und munter
am Dessous-Fluss – der fließt da drunter.

Zwei Dichter grübeln unter Linden,
das schöne Strapsen zu erfinden,
denn würde es erst Strapsen geben –
wer wollte nicht gern darin leben?

Im Turm von Strapsen nisten Eulen.
Man hört sie wie zwei Wölfe heulen,
weil sie nicht wollen, dass Banausen
in ihrem schönen Strapsen hausen.


© Lena Engelbrecht / Andreas Vierk




© Andreas Vierk

Informationen zum Gedicht: Am Dessous-Fluss

30.10.2024
506 mal gelesen
Danke für deine Rückmeldung.
Dieses Gedicht hat 0 Leser gefallen und 0 Leser berührt.
Das Gedicht darf nur mit einer Erlaubnis des Autoren kopiert oder veröffentlicht werden. Jetzt Anfrage stellen.