Die letzte Stunde

Ein Gedicht von Tanja Wagner
Der Himmel weint. Die kalten Tropfen fallen.
Sie fallen tief ins Herz und bleiben dort.
Ein düstrer Ort, fern warmen Sonnenstrahlen
und Schrei nach Hilfe - Liebe über Bord!

Sie ringt aus letzten Kräften, sucht hinaus:
-Oh Mensch, wo willst du hin, du gehst zu Grunde!
Dir wird genommen all dein Gut, dein Haus,
was bleibt, ist eine klaffend faule Wunde.

Die Massen laufen regungslos vorbei.
Getrieben durch die blinde, kalte, Starre.
Kein Mitgefühl, sie spotten nebenbei:
-Wer braucht dich schon? Du sollst zur Hölle fahren!

Ein Schauer zieht mit aufgesperrtem Mund…
Der Blitz und Donner reißen auf den Himmel.
- Gib mir die Hand! Erfüllt ist unser Bund!
Die Liebe ist genommen dem Gewimmel.

"Und ich sah den Himmel aufgetan; und siehe, ein weißes Pferd. Und der darauf saß, hieß: Treu und Wahrhaftig, und er richtet und kämpft mit Gerechtigkeit." Offb. 19,11

© Copyright: Tanja Wagner

Informationen zum Gedicht: Die letzte Stunde

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08.07.2015
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