Zur Landung ansetzen

Ein Gedicht von Roman Herberth
Ein Höhenflug setzt an zur Landung,
denn es folgt einem alten Brauch.
Es fliegt geschickt durch Gischt und Brandung,
und landet schließlich auf dem Bauch.

Ein Glück hat man einst tief empfunden.
Und es war innig manchmal heiß.
Jetzt ist es nur kurz angebunden.
Gefühle liegen nun auf Eis.

Ein schöner Traum nahm uns gefangen,
und darin hat man sich gesonnt.
Er kann nicht mehr ans Ziel gelangen,
denn düster die Schlechtwetterfront.

Einst war es süßes Zuckerschlecken.
Und jeder Tag war schwer auf Zack.
Ein Wunder spielt mit uns verstecken,
und bitter ist der Nachgeschmack.

Informationen zum Gedicht: Zur Landung ansetzen

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20.02.2015
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