Vieles ausprobiert

Ein Gedicht von Roman Herberth
Ich habe vieles ausprobiert,
doch immer wieder ging ich baden.
Die Zuversicht hat resigniert,
am Ende hatte ich den Schaden.

Gescheitert bin ich und zwar oft
und manchmal war ich nicht zu retten.
Vergeblich habe ich gehofft,
nicht jede Woge ließ sich glätten.

Die Träume waren Schall und Rauch,
das hatte häufig schwere Folgen.
Ich stand gehörig auf dem Schlauch
und ich fiel prompt aus allen Wolken.

Den Stein des Weisen fand ich nicht,
doch meine Zukunft geht nicht unter.
Nun wahre ich mein Bleichgesicht
und danke jedem blauen Wunder.

Wohl jeder weiß für sich allein,
was wird mich menschlich weiter bringen,
was lasse ich am besten sein,
und was lässt sich wohl nie erzwingen.

Roman Herberth

Informationen zum Gedicht: Vieles ausprobiert

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08.02.2016
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