Gut gemeint

Ein Gedicht von Roman Herberth
Dein Schicksal hat es gut gemeint.
Doch du empfindest Unbehagen.
Und du erklärst es glatt zum Feind,
anstatt es dankbar zu ertragen.

Es führt dich auf den rechten Pfad.
Doch davon möchtest du nichts wissen.
Du würdest nämlich, in der Tat,
dein Lotterleben sehr vermissen.

Du willst nicht brav und bieder sein,
und auch kein bürgerlicher Spießer.
Du trinkst schon morgens roten Wein
auf einer Parkbank als Genießer.

Verteufelt wird dein Lebensstil.
Du konterst, um das abzublocken.
Denn es bedeutet dir sehr viel.
Dein Atem, der kommt nicht ins Stocken.

Dein Schicksal hat dich im Visier.
Es möchte deine Kreise stören.
Du denkst nur an dein eignes Bier,
und wirst es einfach überhören.

Informationen zum Gedicht: Gut gemeint

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16.10.2014
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