Es blühen Ammenmörchen

Ein Gedicht von Roman Herberth
Es blühen plötzlich Ammenmärchen,
die man sofort in Frage stellt,
doch wehrhaft zeigt sich Tante Klärchen,
für sie zählt nur die heile Welt.

Sie gaukelt mit den Schmetterlingen,
vom Blütenduft wird sie verführt,
mit Papageien wird sie singen,
und das wird amtlich garantiert.

Sie färbt die graue Wolkendecke
am liebsten regenbogenbunt.
Und die Tristess bleibt auf der Strecke,
sie äußert nur: "Aus gutem Grund!"

Das Fürchten kann ihr keiner lehren.
Wer es versucht, seufzt: "Unerhört!"
Sie wird sich immer handfest wehren,
wenn einer ihren Traum zerstört.

Roman Herberth

Informationen zum Gedicht: Es blühen Ammenmörchen

223 mal gelesen
08.10.2015
Das Gedicht darf nur mit einer Erlaubnis des Autoren kopiert oder veröffentlicht werden. Jetzt Anfrage stellen.
Anzeige