Der Wecker schweigt

Ein Gedicht von Roman Herberth
Am Sonntagmorgen schweigt der Wecker,
und man pflegt später aufzustehn.
Die Lust auf Brötchen geht zum Bäcker,
man schaut zur Uhr, es ist fast zehn.

Ein Frühstück wird man zelebrieren,
bei dem auch Milch und Honig fließt.
Und der Genuss wird uns verführen,
so dass man immer mehr genießt.

Ein voller Bauch ist furchtbar träge
vom Großhirn bis zum kleinen Zeh.
Er wird, das weiß man, nicht mehr rege,
und joggt auch nicht um das Karree.

Er gammelt, lässt die Zeit verstreichen,
und fühlt sich einfach richtig gut.
Was er erhofft, wird er erreichen,
am Montag ist er ausgeruht.

Kollegen wird er dann berichten,
wie wundervoll sein Sonntag war.
Auf Einzelheiten zu verzichten,
das ist natürlich absehbar.

Roman Herberth

Informationen zum Gedicht: Der Wecker schweigt

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18.07.2015
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