Das Gegenteil tritt ein

Ein Gedicht von Roman Herberth
Sehr häufig wird man sich blamieren.
Man träumt vom Glück, doch es gibt Streit,
das geht uns mächtig an die Nieren,
und hinterher tut es uns leid.

Man hat ein Ziel und stellt die Weichen
und jedes Mittel ist erlaubt.
Man wird es dennoch nicht erreichen,
denn es kommt anders als man glaubt.

Zum Guten soll sich alles wenden,
man hofft und bangt, dass das gelingt.
Jedoch es wird ganz anders enden,
was jeden zur Verzweiflung bringt.

Man möchte keine Fehler machen,
das wird zum obersten Gebot,
doch später hat man nichts zu lachen,
das Pendel pendelt nicht ins Lot.

Auf seinen Träumen bleibt man sitzen,
was man bisweilen bitter büßt,
dann wird man Blut und Wasser schwitzen,
ein Unding, das man nicht begrüßt.

Roman Herberth

Informationen zum Gedicht: Das Gegenteil tritt ein

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20.07.2015
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