Der Erde Hilfeschrei

Ein Gedicht von Melan 1980
Tote Bäume stehn gen Himmel,
wie die Arme eines Leichnams die um Hilfe schrein.
Regen fällt gen Erde nieder,
um altes Leben zu bewahren.
Vielleicht gar neues zu gebären.
Der Mensch baut Straßen,
die Adern unseren Lebens,
der Galgenstrick für der Erde leben.
Der Mensch erschafft sich sein eigen Reich.
Er hofft es sich unabhängig von der Natur,
doch wird es dies niemals sein.
Er nimmt sich was er brauchen kann
und gibt nur Schmutz zurück als Dank.
Im Raubbau
und Rauch die Erde erstickt,
sind nur Umweltkatastrophen ihr letzter Hilfeschrei.
Oh Mensch siehst du nicht.
Oh Mensch verstehst du nicht.
Wenn nicht im Leben so vielleicht,
das nach dem Tode,
unsre Seelen die Zusammenhänge sehn
und verstehn.
Nur leider ist das dann zu spät.

13.08.2002

Informationen zum Gedicht: Der Erde Hilfeschrei

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04.11.2012
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