Wenn die Dunkelheit spricht

Ein Gedicht von Lewin Dunkel
Die unbewegten Linien
Wenn die Dunkelheit spricht, wird der Raum leicht schwer,
und die Wege verschwinden im gedämpften Grund.
Die Zeit senkt sich tiefer, verliert ihr Bisher,
die Schatten teilen sich, bleiben ohne Verbund.

Wenn die Nacht sich ausbreitet, wird der Rand kühl und klar,
und die Kälte hält leise die äußerste Spur.
Die Zeichen sammeln sich, stehen eng und wahr,
die Erinnerung dunkelt, verliert ihre Figur.

Wenn die Schwingung kippt, wird die Welt stiller und weich,
und die Stille hält ruhig den Körper im Raum.
Die Nacht schließt sich langsam, bleibt dunkel und gleich,
der Atem verweilt weiter, ein gedämpfter Traum.

Wenn die Ferne sich neigt, wird der Raum schmal und rein,
und die Wege der Stille verlaufen ohne Gewicht.
Die Zeit hält den Rand, bleibt unbewegt und klein,
die Schatten ruhen tiefer, verlieren ihr Gesicht.

Wenn die Kälte sich sammelt, wird die Fläche leicht schwer,
und die Zeichen verdichten sich, bleiben ohne Ton.
Die Erinnerung dunkelt, verliert ihr Bisher,
die Schwingung kippt weiter, ein stiller Verlust ohne Lohn.

Wenn die Welt sich entzieht, wird der Körper weich und frei,
und die Stille hält leise die äußerste Spur.
Die Nacht schließt den Raum, bleibt dunkel und neu,
der Atem verweilt weiter, ein gedämpftes Halten der Struktur.

Informationen zum Gedicht: Wenn die Dunkelheit spricht

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06.08.2026
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