Verbrannter Advent

Ein Gedicht von Lewin Dunkel
Im Licht der Kerze -
ein Atem, ein Laut.
Ein Bruder schweigt,
ein Bruder schaut.

Ein Schrei, so kalt,
durchbricht das Jahr.
Ein Flammenbild,
ein Kinderhaar.

Die Mutter schweigt,
das Zimmer klein.
Kein Trost, kein Licht,
kein „Du bist mein“.

Ein Mensch aus Asche,
ein Schritt, ein Stein.
Er trägt das Schweigen,
das nie verging.

Er schreibt, er spricht,
ein leises Licht.
Vielleicht wird’s hell -
doch heute nicht.

Und manchmal kehrt
ein stiller Rest
von dem zurück,
was ihn verlässt.

Ein Atemzug,
ein leiser Plan -
ein Morgen,
der sich bauen kann.

Informationen zum Gedicht: Verbrannter Advent

06.08.2026
91 mal gelesen
Danke für deine Rückmeldung.
Dieses Gedicht hat 0 Leser gefallen und 0 Leser berührt.
Das Gedicht darf nur mit einer Erlaubnis des Autoren kopiert oder veröffentlicht werden. Jetzt Anfrage stellen.