Wie ich zu meinem Namen kam

Ein Gedicht von Inge Wamser
Es war etwas seltsam,
wie ich zu meinem Namen kam.
Meine Eltern hatten schon vier Kinder,
als ich die Nummer fünf ankam,
waren sie nach dem Krieg sehr arm.
War das ein Schreck war ungewollt,
doch wurd ich auf die Welt geholt.
Als Nesthäkchen liebten mich dann
alle sehr,
aber ein Name musste noch her.
Nach langem überlegen entschieden
sie,
für den Namen Heidi.
Doch mein Bruder der sechzehn Jahre
älter und schon ne Freundin hatte
names Inge,
sagte: Wenn ich nicht so hieße,
er mich auf den Misthaufen bringe.
Das wollten natürlich alle nicht,
was sollte ich denn auf dem Mist.
obwohl er hatte Spaß gemacht,
und auch drüber hat gelacht
bekam ich den Namen nun doch,
und mit ihm lebe ich heute noch.
Habe mich daran gewöhnt mit meinem
Bruder auch versöhnt.
Und da ich nicht sehr groß,
eher klein, nennen mich alle
Ingelein.
Nun muss ich noch erwähnen,
seine Feundin Inge behielt
mein Bruder nicht das war doch klar,
er heiratete ein Rita.
Hätte er sie damal schon gekannt,
könnt ihr euch denken,
wie ich dann würde genannt.

Informationen zum Gedicht: Wie ich zu meinem Namen kam

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21.05.2011
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