Ein Regentag

Ein Gedicht von Gudrun Nagel-Wiemer
Der Regen tropft an die Scheibe,
zieht mich in seinen Bann.
Draußen ist es feucht und kalt,
- der Tag fängt nicht gut an.

Ich greife zu meiner Lesebrille,
die Zeitung liegt auf dem Tisch.
Aus der Küche dringt der Kaffeeduft,
die Brötchen sind knusprig frisch.

Guter Dinge ist mein Ehemann,
nimmt Platz, mir gegenüber,
er zündet beide Kerzen an,
und überrascht mich wieder.

Mohnkuchen mit Streusel...
Doch nur ein Stück, - wie schade.
Jetzt sollte ich ihn loben.
Heute gibts keine Marmelade...

„Hm, der sieht ja köstlich aus,
du warst ja schon beim Bäcker.
Ein Ei hast du mir auch gekocht?
Das Frühstück ist sehr lecker.“

Mein Gegenüber schaut mich an,
und lächelt schon am Morgen.
Das Tagesblatt falte ich zusammen,
hinfort mit all´ den Sorgen.

Informationen zum Gedicht: Ein Regentag

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05.05.2026
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