Edelgard und Eberhard

Ein Gedicht von Gudrun Nagel-Wiemer
Der dicke Eber, Eberhard,
hat gerade noch im Sand gescharrt.
Jetzt liegt er neben Edelgard,
die an Zuneigung nicht spart.

Sie präsentiert ihm ihre Zitzen,
da kommt der Eber schon ins Schwitzen.
Sein Herz schlägt im Dreivierteltakt,
wie schön wäre jetzt ein Liebesakt.

Ihre Ferkel, klein und niedlich,
schlummern in der Früh noch friedlich.
Kein Quieken und kein Futterneid,
- nur Ruhe, Nähe, Zärtlichkeit.

Er schaut die Sau an und denkt gerade,
dass wir nicht allein sind, ist so schade.
Wie gern würde ich Edelgard verwöhnen,
ich mag ihr wohlig, sattes Stöhnen.

Wären wir zu zweit, in finsterer Nacht,
würde ich sie lieben, bis die Schwarte kracht.
Sie hat den allerschönsten Schinken.
Mit ihr möchte ich im Heu versinken.

Informationen zum Gedicht: Edelgard und Eberhard

17.02.2026
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