Der Schmetterling

Ein Gedicht von Gudrun Nagel-Wiemer
Gestern, ganz früh am Morgen,
habe ich den Gartenweg gefegt.
Plötzlich hat sich auf den Steinen,
direkt vor mir, etwas bewegt.

Vor mir saß ein Schmetterling,
- schutzlos und wunderschön.
So einen hübschen Falter,
habe ich selten hier gesehen.

Er schlug die Flügel zusammen,
hat sich im Blätterwerk getarnt.
"Komm, flieg ganz rasch fort,
habe ich ihn sanft gewarnt."

Er hat sichtlich gepumpt,
ist langsam weggekrochen.
Vielleicht hat er sich verletzt,
oder ein Flügelchen gebrochen.

Ich hielt ihm eine Schaufel hin,
dort krabbelte er drauf.
"Ich werde dich beschützen,
gib bitte noch nicht auf..."

Unter der blauen Hortensie,
habe ich ihn abgesetzt.
Dort ist er dem Sommerregen,
nicht schutzlos ausgesetzt.

Heute Morgen war er fort,
habe ihn nicht mehr gesehen.
Ich hoffe, er ist weggeflogen
und es ist ihm nichts geschehen.

Informationen zum Gedicht: Der Schmetterling

20.08.2026
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