Über Wüste und Grat
Ein Gedicht von
Dmitry Garanin
* * *
Über Wüste und Grat,
durch die Städte gegangen,
und vollendet die Saat,
frei, von nichts mehr gefangen —
kann man treten ans Meer,
wo die Grenzen vergehen,
und die Krümmung umher
halb geblendet besehen,
im geworfenen Schein
mit den Augen in Enge,
wägend Ja oder Nein
auf dem letzten der Hänge,
was noch aufgeht ans Licht,
was der Durst wird zernagen,
ob ein Durchgang in Sicht,
wo die Fenster geschlagen,
und dem Glück auf die Fahrt,
über Meeres Gespiegel,
was das Herz aufgespart,
in der Flasche versiegeln.
New York, 7 September 2018