Werwölfe

Ein Gedicht von Annette Täger
Werwölfe


Dunkelblauer Himmel, eiskalte Nacht.
Riesig, drohend vom Vollmond bewacht.
Mächtige Bäume wiegen im Wind,
eine Krähe erhebt sich, getrieben geschwind.

Ein Schatten, groß und dunkel sich erhebt,
niemand ahnt was seit Jahrhunderten in ihm lebt.
Er bäumt sich auf, verzerrtes Gesicht,
der Wolf nun durch seine Adern bricht.

Heulen, die Erde zittert und bebt
Er ruft seine Ahnen zum blutigen Gebet.
Gehorsam, folgte ihm die Meute
Zum Streifzug, gierig, hungrig nach Beute.

Fletschen die Zähne, durchstreifen den Wald,
in der Ferne, erstickend ein Schrei verhallt.
Sie sind schnell, ihr Biss ist verheerend
Schon bald wird man den Clan verehren.

Doch wenn die Dämmerung beginnt,
der Mensch die Oberhand gewinnt.
Der Rausch, der Nacht endlich abnimmt.
Der Werwolf nur noch in den Augen glimmt.

Informationen zum Gedicht: Werwölfe

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25.11.2015
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