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| 30 | Was die Erde weiß | 04.10.26 | ||
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Vorschautext: Was die Erde weiß Unter dem Schnee ruhen die Felder. Nichts bewegt sich. Die Hecken stehen schwarz gegen den Himmel, und selbst der Wind scheint seine Gedanken für einige Stunden vergessen zu haben. Doch tief unter der kalten Oberfläche arbeitet bereits das kommende Frühjahr. ... |
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| 29 | Sternenlicht | 04.10.26 | ||
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Vorschautext: Sternenlicht Man sagt, das Licht der Sterne sei oft älter als die Nacht, in der wir es betrachten. Vielleicht gilt das auch für Erinnerungen. Vielleicht tragen wir Bilder in uns, die durch viele Jahre wandern, bis sie plötzlich wieder auftauchen zwischen zwei gewöhnlichen Augenblicken. ... |
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| 28 | November | 04.10.26 | ||
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Vorschautext: November Die Gärten waren leer geworden. Nur einige Blätter hielten sich noch an den dunklen Zweigen fest, während Nebel vom Fluss heraufstieg und die vertrauten Wege verwischte. Es war kein trauriger Anblick. Eher die ruhige Erkenntnis, ... |
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| 27 | Die letzten Fenster | 04.10.26 | ||
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Vorschautext: Die letzten Fenster Im Haus am Ende dieser Straße brannte noch Licht bis spät zur Nacht. Die Vorhänge bewegten sich leise, und über dem Dach stand ein einzelner Stern, kalt und fern wie eine Erinnerung, die ihren Ursprung vergessen hat. Wer dort einst lebte, ist gegangen. ... |
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| 26 | Am Feldweg | 04.10.26 | ||
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Vorschautext: Am Feldweg Der Abend lag in blauen Schichten auf Wiesen hinter Dorf und Rain. Ein alter Weg verlor sich langsam im ersten Schein der Dunkelheit. Die Krähen zogen über Stoppeln, der Wind strich durch das welke Gras. Es war, als würde jede Bewegung nur eine Erinnerung berühren. ... |
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| 25 | Die unbewegten Sterne | 04.10.26 | ||
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Vorschautext: Die unbewegten Sterne Über den abgeernteten Feldern stand eine kalte Herbstesnacht. Die Sterne schienen wie vor Zeiten, als hier noch niemand Wache hielt. Die Höfe wechselten die Namen. Die Fenster wurden hell und leer. Von vielen, die einst hier gegangen, erzählt der Wind inzwischen mehr. Und doch erscheint in manchen Stunden, wenn blauer Dunst die Ferne säumt, als sei nichts völlig untergegangen, was einmal hoffte, liebte, träumte. Die Sterne bleiben ohne Antwort. Sie kennen keinen Menschenlaut. Doch manchmal liegt in ihrem Schweigen die Ordnung, der das Herz vertraut. |
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| 24 | Leben und Tod | 04.10.26 | ||
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Vorschautext: Leben und Tod Früh lag das Licht auf den Wiesen, ein blasser Schein im jungen Gras. Kein Mensch vermochte zu benennen, wann eigentlich der Morgen saß. Ein Wagen fuhr den alten Wegen, ein Hund verlor sich im Revier. Das Leben ging von Haus zu Hause, und niemand fragte viel nach ihm. Doch hinter Hecken, Feld und Weiden, wo Abendnebel langsam stand, ging noch ein anderer Begleiter durch Schatten über ruhiges Land. Er sprach kein Wort. Er trug kein Zeichen. Nur Zeit lag still in seinem Blick. So kamen beide durch die Jahre, und keiner wich des andern Schritt. |
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| 23 | Die Stelle, an der etwas beginnt und endet | 27.09.26 | ||
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Vorschautext: Die Stelle, an der etwas beginnt und endet (Eine leise Herkunft, ein offener Übergang) An der äußersten Linie liegt ein dünner Anfang, ein kaum sichtbares Werden unter dem ersten Licht. Nichts ruft, doch etwas tritt ein, schmal, unentschieden, wie ein Atem, der sich formt. ... |
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| 22 | Der Sinn, der sich zwischen den Linien hält | 27.09.26 | ||
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Vorschautext: Der Sinn, der sich zwischen den Linien hält (Eine stille Herkunft, ein offener Ausgang) Wir stammen aus einem Raum, der keinen Namen trägt, ein dünner Anfang unter der Ordnung der Dinge. Ein leises Werden, das sich nicht zeigt, aber bleibt. Das Leben legt sich ... |
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| 21 | Der Tod, der sich in den Raum legt | 27.09.26 | ||
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Vorschautext: Der Tod, der sich in den Raum legt (Eine stille Unterbrechung) Der Tod tritt leise ein, ohne Schritt, ohne Richtung. Er legt sich in den Raum, ein dünner Schatten unter der Ordnung der Dinge. Die Luft hält den Atem an, nicht aus Furcht, ... |
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| 20 | Der Raum, der sich kaum merklich dehnt | 27.09.26 | ||
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Vorschautext: Der Raum, der sich kaum merklich dehnt (Eine stille Ausweitung) Der Raum steht offen, doch heute trägt er einen Hauch mehr Weite, ein kaum fühlbares Strecken unter seiner ersten Form. Die Wände halten sich zurück, als wollten sie prüfen, wie weit sie gehen können. ... |
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| 19 | Die Fläche, die einen Hauch dunkler wird | 27.09.26 | ||
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Vorschautext: Die Fläche, die einen Hauch dunkler wird (Eine leichte Veränderung der Farbe) Die Fläche trägt heute einen Ton tiefer, ein kaum sichtbares Dunkel unter ihrem ersten Licht. Sie hält den Blick anders, als hätte sie ein Stück Helligkeit verloren. Der Rand wirkt fester, ... |
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| 18 | Der Atem, der länger bleibt als gestern | 27.09.26 | ||
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Vorschautext: Der Atem, der länger bleibt als gestern (Eine feine Verzögerung im Raum) Der Atem steht einen Moment länger im Raum, ein kaum sichtbares Bleiben an der Stelle zwischen Ein und Aus. Er hält sich fest, als prüfe er den nächsten Schritt. ... |
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| 17 | Die Linie, die nicht mehr ganz gerade ist | 27.09.26 | ||
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Vorschautext: Die Linie, die nicht mehr ganz gerade ist (Eine leise Verschiebung der Form) Die Linie steht noch, doch ihr Verlauf trägt einen kaum sichtbaren Bogen, ein feines Abweichen vom gestrigen Stand. Sie hält den Raum anders, als hätte sie ein Stück ihrer Strenge verloren. ... |
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| 16 | Die kleinen Linien, die nicht verschwinden | 20.09.26 | ||
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Vorschautext: Was mir bleibt im dunklen Zustand (Ein Kapitel über das leise Weitergehen) Kapitel 2 - Die kleinen Linien, die nicht verschwinden Es gibt Tage, an denen mein Leben mir nichts sagt. Tage, die sich nicht öffnen, sondern bleiben, wie sie sind. Tage, die keinen Grund nennen, weiterzugehen. Und doch gehe ich weiter, nicht aus Kraft, ... |
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| 15 | Was mir bleibt im dunklen Zustand | 20.09.26 | ||
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Vorschautext: Was mir bleibt im dunklen Zustand (Ein Kapitel über das leise Weitergehen) Was gibt mir mein Leben bei meiner depressiven Erkrankung Es gibt mir nicht viel, und doch etwas. Es gibt mir den Morgen, auch wenn er schwer ist. Es gibt mir den Atem, auch wenn er flach bleibt. Es gibt mir die Möglichkeit, einen weiteren Tag zu sehen, selbst wenn ich ihn nicht fühle. ... |
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| 14 | Der Tag, der seinen Stand verliert | 09.09.26 | ||
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Vorschautext: Der Tag, der seinen Stand verliert (Ein Zögern im Verlauf) Der Tag beginnt flacher als sonst, ein kaum spürbares Gleiten unter seinem ersten Licht. Er hält sich nicht fest, schwankt einen Hauch zwischen zwei Richtungen. Die Stunden liegen lose, als hätten sie ihren Takt ... |
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| 13 | Der Schatten, der sich anders legt | 09.09.26 | ||
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Vorschautext: Der Schatten, der sich anders legt (Eine Verschiebung im Licht) Der Schatten fällt flacher als gestern, ein kaum sichtbarer Wechsel in der Haltung des Lichts. Er streift die Kante anders, als hätte der Tag seinen festen Winkel verloren. Die Fläche bleibt still, doch ihr Rand wirkt ... |
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| 12 | Die Stille, die schwerer wird | 09.09.26 | ||
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Vorschautext: Die Stille, die schwerer wird (Eine Verdichtung am Rand) Die Stille liegt tiefer als gestern, ein kaum hörbarer Druck unter den Dingen. Sie hält den Raum fester, als müsste er sich gegen etwas Unsichtbares lehnen. Das Licht steht still, ein Moment ohne Bewegung, ... |
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| 11 | 11. Die Stelle, an der etwas beginnt und endet | 05.09.26 | ||
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Vorschautext: 11. Die Stelle, an der etwas beginnt und endet (Eine leise Herkunft, ein offener Übergang) An der äußersten Linie liegt ein dünner Anfang, ein kaum sichtbares Werden unter dem ersten Licht. Nichts ruft, doch etwas tritt ein, schmal, unentschieden, wie ein Atem, der sich formt. ... |
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