Profil von Bernd Tunn

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Registriert seit dem: 19.04.2015
Geburtsdatum: * 07.03.1944 (80 Jahre)

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Anzahl Gedichte: 873
Anzahl Kommentare: 60
Gedichte gelesen: 141.804 mal
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Titel
533 Unter Blättern... 27.05.21
Vorschautext:
Unter Blättern liegt ihr Kind.
Darüber säuselt sanfter Wind.

Körper ruht schon eine Zeit.
Eltern sind noch tief im Leid.

Abschied ist so ohne Ruh.
Nur die Stille deckt es zu.

Bernd Tunn - Tetje

Bernd Tunn - Tetje
532 Verstiegen! 25.05.21
Vorschautext:
Therapie ist ihm kein Pfand.
Gibt für ihn kein neuen Stand.

Hat die Fehler nicht gezählt.
Denn die Sucht hat er gewählt.

Hilflos stehen Helfer da.
An ihn wächst ein Drama nah.

Hat sich wieder neu verstiegen.
Wollte übers Leben fliegen.

...
531 An der Küste... 24.05.21
Vorschautext:
Schwarze Wolken eilig fliegen.
An der Küste Wetter siegen.

Kleine Stadt ganz ohne Wehr,
versinkt zerstört in das Meer.

Ebbe weist auf die Ruinen.
Traurig sind Bewohnermienen.
.
Bernd Tunn - Tetje

Bernd Tunn - Tetje
530 Nähe! 24.05.21
Vorschautext:
Sind so sehr von sich berührt.
Auch beim Flüstern viel gespürt.

Betören sich zum genießen.
Gefühle nun fordernd sprießen.

Bernd Tunn - Tetje
529 Die Gardinen blieben zu... 23.05.21
Vorschautext:
Die Gardinen blieben zu....

Es war Abend geworden.
Von draußen schien die gerade erwachte Laterne in das kleine Kinderzimmer. Behutsam zog die Frau an der Bettdecke um ihr gedachtes Kind zu bedecken.
Es ist schon eine Weile her seit ihr Kind verstorben ist.
Seitdem gehörte es auch zu ihren Ritualen das gedachte Kind schlafen zu legen.
Es tut ihr gut, beteuerte sie immer wieder.
Ihr Ehemann hatte sie verlassen. Ihm ist es zu viel geworden diese Rituale immer wieder miterleben zu müssen. Für ihn blieb kein Raum zu trauern.
In dem Zustand war es für sie Beide nicht möglich miteinander zu reden. Sie sagte ihm, sie könne nicht anders und trauert weiter auf ihre Weise.
Sie zog sich immer mehr vom Leben zurück. Die Gardinen blieben endgültig zu...
Bernd Tunn - Tetje
Bernd Tunn - Tetje
528 ...um den Einen! 22.05.21
Vorschautext:
In der Zeit Gefühle weinen.
Zeit der Trauer um den Einen.

Alltag lenkt sich gerade eben.
In der Stille sich ergeben.

Bedenkt sehr oft was mal wahr.
Manches quält noch so klar.

Bernd Tunn - Tetje
527 Letzter Schein... 19.05.21
Vorschautext:
Farben gleiten in die Nacht.
Meeresrauschen nur noch wacht.

Wasser spiegelt letzten Schein.
Boote schwenken in Häfen ein.

An der Mole Leuchtturm blinkt.
Ein letztes Lied die Möwe singt.

Friedlich bleibt es in der Nacht.
Wetter zeigt heut keine Macht.

...
526 Hilflos! 18.05.21
Vorschautext:
Ein zaghaftes Klingel an der Haustür weckte sie aus dem Schlaf. Noch leicht schläfrig öffnete sie die Tür. Erschrocken wich sie zurück.
Ihre Tochter stand da. Schwankend fiel das Kind in ihre Arme. Sie war stark abgemagert. Fast ein Skelett.
Hilf mir Mama, flüstere das Mädchen. Hilf mir! Fast ein Jahr hatten sie sich nicht mehr gesehen.
Sie schleppte die Suchtabhängige Tochter zur Couch und starrte auf die Arme und Füße ihrer Tochter. Die vielen blauen Flecken um die Einstichlöcher verprellte sie. Wann hört das endlich auf, flehte sie im Stillen.
Sie wusste das ihre Tochter keine Chance mehr hatte. Der rasselnde Atmen und die glasigen Augen zeigte ihr wie schwer es um sie stand.
Sie entschied sich trotz allem ihre Tochter bei sich zu behalten. Auch sie konnte nicht mehr.
Als der Morgen durch das Fenster blinzelte, war die Leidenszeit der Tochter vorbei. Sie war friedlich in den Armen der Mutter entschlafen.

Bernd Tunn - Tetje

Bernd Tunn - Tetje
525 Dunkles Geheimnis! 18.05.21
Vorschautext:
Sie hielten sich zärtlich an den Händen und bummelten durch die Parkanlage! Hoffentlich ist diese Stadt endlich das Richtige für sie.Nach so vielen Umzügen die fast alle heimlich statt fanden waren sie müde geworden ihre Liebe zu verstecken. Sie sind Geschwister.
Sie wussten das ihre gemeinsame Zeit enden würde. Sie mussten eine Entscheidung treffen bevor es Andere taten.
Sie dachten an ein gemeinsames Sterben. So stark war ihre Liebe zueinander.
Doch diesen Gedanken hatten sie verworfen. Sie war schwanger.
Tage und Nächte überlegten sie was sie tun könnten. Es blieb ihnen nur ein Weg. Sie mussten sich den Behörden stellen. Auch um die Zukunft des Kindes ging es bei ihren verzweifelten Überlegungen.
Das Schlimmste war. sie mussten sich trennen, wenn sie sich so entscheiden. Dieser Gedanke traf ihnen in das Herz. Sie erinnerten sich an eine private soziale Anlaufstelle. Dort hatte man ihre Fragen sehr diskret behandelt.
War das eine Möglichkeit? Sie waren in einem Dilemma. Über allem schwebte ihre tiefe Zuneigung zueinander.
Bernd Tunn - Tetje

Bernd Tunn - Tetje
524 Brisant! 17.05.21
Vorschautext:
Dieser Brief ihm zu brisant.
Ging hier um ein Ehrenpfand.

Für sich zu viel abgewogen.
Ist als Lügner aufgeflogen.

Feuer frisst und lodert nun.
Er will weiter heimlich tun.

Bernd Tunn - Tetje
523 Stille Not! 16.05.21
Vorschautext:
Sind Geschwister in dem Leid.
In der Liebe sind sie weit.

Als ein Paar still gelitten.
Viel darüber auch gestritten.

Wissen Beide geht so nicht.
Hat bei ihnen viel Gewicht.

Kämpfen sehr um zu begreifen.
Beide fühlen darf nichts reifen.

...
522 Ein letztes mal! 13.05.21
Vorschautext:
Zaghaft berührte seine Hand die Haustürklingel.
Nach ein paar Sekunden öffnete sich die Tür und sie stand sie da und flüsterte schwach. Herzlich Willkommen mein Lieber. Sie war stark abgemagert. Aber ihre Augen strahlten eine Willenskraft wieder die er noch von früher her kannte.
Ihr Mann kam aus dem Wohnzimmer und begrüßte ihn herzlich. Es war ein richtig gutes Mahl für ihn bereitet. Aber so waren sie schon immer. Gastfreundlich.
Sie plauderten ein wenig. Dann sagte sie leise: Es ist wohl das letzte mal das ich Dich sehe.
Ihm stockte der Atem.
Er sagte nichts dazu. Was auch.
Irgendwie schwebte Gottes Geist über sie und spendete Trost.
Es wurde eine schöne Zeit mit tiefen Empfinden und ehrlichen Worten.
Dann kam der Abschied.
Ihn hatte ein Gefühl überwältigt und er sagte ihr spontan: Ich habe Dich lieb!
Ich dich auch ,hauchte sie schwach.
Er ging mit der Gewissheit das sie in ihrer schweren Zeit in Gottes Händen war.
...
521 Unsere Freundin! 13.05.21
Vorschautext:
Beim Tschüss noch mal erlebt.
Nur Gefühl noch was erstrebt.

Einer Freundin die uns gut
entwich zu schnell die Lebensglut.

Übern Grab ein Wind weht seicht.
Dieses Tschüss fällt uns nicht leicht.

Bernd Tunn - Tetje
520 Leerer Koffer... 12.05.21
Vorschautext:
Leerer Koffer,
Krückstock lehnt.
Auf der Bank
sanft gegähnt.

Seine Windeln
kein Problem.
Kann nur vieles
nicht versteh,n!

Will gern raus
aus der Enge.
...
519 Schattenblätter! 12.05.21
Vorschautext:
Schatten dringen durch die Blätter.
Zeigen sich beim Sonnenwetter.

Wachsen wenn der Mond erwacht.
Verbinden sich dann mit der Nacht.

Bernd Tunn - Tetje
518 Momente... 09.05.21
Vorschautext:
Im Cafe bin ich entspannt.
Manches Nicken mir bekannt.

Kaffeeduft Gefühle weiten.
Biss ins Hörnchen mich verleiten.

Die Musik besänftigt sehr.
Frage mich: Brauchst Du mehr?

Bernd Tunn - Tetje


...
517 Zeit von Glück! 08.05.21
Vorschautext:
Tiefe Freude war ihr Kind.
Seid komplett sang der Wind.

In der Zeit von Dankbarkeit
nicht vorbereitet auf das Leid.

Der Familie wurde klar,
Diagnose hart und wahr.

All die Tränen halfen nicht.
Das Kleine ging vom Angesicht.

...
516 Bewusst... 08.05.21
Vorschautext:
Genießt bewusst bevor es endet.
Hat viel Kraft dafür verwendet.

Seine Zeit bemessen steht,
bevor das Leben ungern geht.

Saugt noch auf was möglich ist
ohne Druck und Lebenslist.

Hat noch Fragen die recht roh.
Mit Gott geredet, nicht nur so.

...
515 Im Fenster... 06.05.21
Vorschautext:
Im Fenster flackerte eine kleine Kerze.
Die junge Frau hatte ihren kleinen Jungen auf den Schoss. Sie summte leise ein Lied. Beide verharrten und schauten durch das nasse Fenster hinaus auf das Meer.
Seit Monaten wiederholte sie dieses Ritual denn ihr Mann war mit dem alten Schoner schon lange überfällig.
Komm doch heim!

Bernd Tunn - Tetje
514 In dem Muss... 05.05.21
Vorschautext:
Tut noch weh.
Feuchte Wangen.
In dem Heim
ist sie befangen.

Die Eltern sind
früh verstorben.
Gibt nichts mehr.
wo sie geborgen.

Gedanklich weg
in dem Muss,
...
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