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Gedichte über Ich liebe Dich - Seite 12


ÄNIGMATISCHER GEDANKE DER LUCREZIA BORGIA

Liebster, du bist mir wie die Sonne
Auf dem blauen Firmament.
Immer wenn ich dich spür', wenn ich dich berühr',
Glühen meine Augen, wie des Feuers Licht,
Und ich weiß: du bist der jene,
Um den sich meine Welt dreht,
Du bist der Mensch, der mir ein Zuhause gewährt
Ohne dich ist mein Dasein wie erstarrt
Und die Stunden und Tage der Auszeit sind viel zu hart.
Ohne dich bleibt meine Zeit stehen,
Der Wind fängt an, hinter dem Fenster zu wehen.
Ohne die Harmonie, welche du mir zu verleihen vermagst,
Wird nicht viel in meinem Leben geschehen,
Mir ist klar, dass du mich ebenfalls sehr magst,
Weil ich dieses spürte, als du bei mir lagst.

Ich bin wie die Erde,
Die um dich kreist und dich begehrt.
Meine Gefühle zu dir,
Die ich hege und trage in meinem Herzen,
Brennen für dich,
Wie Tausende von entzündeten Kerzen.
Willst du die Farben meiner Emotionen pflücken,
Wie man Blumen pflückt auf der Weide?
Komm, lass uns Blumen sammeln
Und daraus einen Kranz wickeln!
So taten es auch die Heiden.

Doch du bist im Jetzt der Gegenwart weder bei mir,
Noch bei der Nachbarschaft neben mir.
Nirgends find' ich eine Widmung von dir,
Nirgends find' ich ein Symbol deiner Liebe zu mir.
Du bist nicht real in meiner Gegenwart,
Nirgends spür' ich deine Anwesenheit.
Real ist der mit meinen Monologen gefüllter Raum,
Real ist der mit Bernsteinen geschmückter,
Symbolischer Glücksbaum.
Du bist wie ein unsichtbarer Geist,
Mit dem ich lange Monologe führe,
Jemand, den ich weder sehe, noch berühre, noch spüre.
Du bist wie ein Prinz der unsichtbaren Dimension,
Von dem ich hatte eine illusionäre Vision.

Ich vermiss' Dich, ich brauch' Dich!
Es gibt niemanden, der kommt und mich nimmt an der Hand,
Und wenn ich Selbstgespräche führe,
Ist das so, als rede ich mit einer Wand.
Von dir schwärme ich, Du mein „viel geliebter Prinz“,
Weil ich weiß, dein Horizont ist weit.
Daher komm in meine Richtung
Und träte jetzt zu mir, aus dem Spiegel der Zeit.
Lass mich nicht alleine,
Denn, dieses täte mir bloß in der Seele leid.

Komm bitte zu mir am Tage,
Um Blumen auf der Weide zu pflücken;
Komm zu mir bei Nacht,
Sei für mich da im Lichtschein der Kerzen…
Um meine seelischen Schmerzen,
Durch die Kraft deiner Liebe zu mir,
Zu lindern und auszumerzen...
Liebster, du bist mir wie die Sonne
Auf dem blauen Firmament.
Ich bin wie die Erde,
Die um dich kreist und dich begehrt,
Und ich weiß,
Wir haben uns gegenseitig verehrt,
In einer Zeitperiode, die aus Liebe besteht.

Mit melancholischem Zartgefühl,
Welches ist weder distanziert noch kühl,
Erschuf ich über dich änigmatische Illusionen.
Unsere Zeit ist inzwischen zerronnen,
Doch die Erinnerung an dich ist wieder gewonnen.
Wir haben uns gegenseitig verehrt,
In einer Zeitperiode, die aus Liebe besteht.


© Agnes von Angelis


Info: Das Gedicht wurde vor ca. 23 Jahren geschrieben und im Jahr 2025 neu bearbeitet.
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Seelenregen

Der Geruch des Regens hüllt uns ein,
während du mich sinnlich verführst,
deine Lippen verbrennen meine,
in deinen Augen steht, was du spürst.

Wir nehmen uns die Zeit zuzuhören,
lassen unsere Augen mit sich reden,
wie sie sich mit Blicken betören,
sich unsere Liebe visuell eingestehen.

Vier Pupillen erfassen ihr Gegenüber,
vier schwarze Löcher ziehen sich an,
verlieren sich im Sog hinter Lidern,
ein Regenbogenhorizont aus Persipan.

Beim freiwilligen Sturz ins Inferno,
im freien Fall durchs Seelentor,
mit Freifallschein ins Herzcasino,
dringen wir in unsere Zentren vor.

Donner dröhnt aus unseren Herzen,
Gefühle prasseln auf Fingerspitzen,
heißer Strom züngelt in Zündkerzen,
springt über in Zungenkontaktblitzen.

Tauchen ab in ein Meer aus Küssen,
unsere Haut steht unter Feueralarm,
stoßen uns ab mit beiden Füßen,
springen umarmt in den Sinnesozean.

Unserem Schicksal ist es egal,
ob wir darin ertrinken,
es lässt uns keine Wahl,
müssen uns ineinander winden.

In uns bricht ein Sturm los,
ein Gefühlsbeben bahnt sich frei,
wie in einem gigantischen Erdstoß,
zerreißt eine Welle uns entzwei...

Aber unsere Seelen sind längst eins,
in sich verschmolzen, verbunden,
treiben in sich verschränkt vereint,
bleiben weiter in sich gewunden.

In einem schier endlosen Ausgleiten
stranden wir auf einem Berggipfel,
über uns sich Regenwolken ausbreiten,
Tropfen fallen auf Haut wie I-Tüpfel.

Mit jedem Einschlag ein Erreger,
eine Sinneswahrnehmung, ein Laut,
wir liegen auf uns, spiegeln uns wider,
im Seelenregen in uns vertraut.

© meteor 2025
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