Schadensbegrenzung

Ein Gedicht von Jennifer Kühne
Menschen treten tot noch toter.
Jeder ist gleich
und fragt sich im Grunde das gleiche.
Ich ziehe ein Ticket
für das Glück, zip.
Abgelaufen.
Dein nichts löscht das aus
was ich ohne dich sein könnte
trotzdem ist es schön zu teilen.
Noch stehen die Türen weit offen
bald sind sie verschlossen
und nichts nimmt seinen lauf.
Ein Junge fällt
die Leine reißt.
Drehst dich fort
die Augen voll Dämmerung.
Ganz knapp
aber gescheitert.
Richtungswechsel.
Eine erheiternde ungewohnheit
sich nach jedem Schritt
vor sich selbst zu erschrecken.
Schön und häßlich sind blind.

Informationen zum Gedicht: Schadensbegrenzung

764 mal gelesen
(Es hat bisher keiner das Gedicht bewertet)
-
07.07.2014
Das Gedicht darf nur mit einer Erlaubnis des Autoren kopiert oder veröffentlicht werden. Jetzt Anfrage stellen.
Anzeige