Abenddämmerung

Ein Gedicht von Klaus-Jürgen Schwarz
Abenddämmerung


Die Kirchturmuhr schlägt
zur abendlichen Dämmerstunde,
der gute Mond beginnt
seine weite Runde.

Baum und Strauch verneigen sich
vor der herannahenden Nacht,
sie hat bewusst reichlich Kühle
mitgebracht.

Riesige Nebelschwaden
tanzen behände über
den stillen, einsamen See,
sie sind so weiß
wie Pulverschnee.

Die Rosen halten zurück
ihren herrlich betörenden Duft,
die ersten Dämonen steigen
aus der dunklen Gruft.

Die Nacht legt behutsam
ihren dunklen Mantel
auf die Erde nieder,
es verstummen all
die fröhlichen Vogellieder.

Die Weiden stehen wie gebannt
am reißenden Fluß,
die Nacht gibt dem scheidenden Tag
einen zarten Abschiedskuss.

Informationen zum Gedicht: Abenddämmerung

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18.07.2022
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Klaus-Jürgen Schwarz) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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