Die Runde

Ein Gedicht von Udo Steinke
Ich saß bei Freunden und lachte mit vorgehaltener Hand.
Ich blickte in die Runde und sah dort frohe Gesichter.
Ich sah auch, wie die Sorglosigkeit in ihren Augen stand,
ein Freudentanz von frohen und strahlenden Lichter.

Weit in der Ferne steht ihnen der Sinn nach dem Morgen.
Vergessen ist für diesen Augenblick die Vergangenheit.
Alle fühlen sich in dieser Stimmung richtig geborgen.
Nirgendwo eine Spur von Neid oder gar Verlegenheit.

Wie in einer anderen Welt zeigt sich die Szenerie.
Ganz abgeschottet von Außen und beherrscht von Innen,
werden sie geleitet von der kollektiven Energie,
mit gleichgeschaltetem Frohmut in ihren Herzen drinnen.

Die ersten Freudentränen fließen über ihren Wangen.
Die Herzen zeigen sich gerührt von des Lebens spendend Trost.
Und sie vergessen jetzt, wie es ihnen einst ergangen,
als wären sie über das Vergangene nicht mehr erbost.

Plötzlich wird es mir gänzlich warm um mein eigenes Herz.
Angesteckt von dem Lachen, gebe ich mich der Freude hin.
Probiere es jetzt auch mal mit einem fröhlichen Scherz,
darauf im Stillen hoffend, dass ich ebenfalls witzig bin.

Ich bin verführt von dem großen Verlangen, mehr zu lachen
und füge mich deshalb nahtlos in diese Runde ein;
denn auch ich möchte den Frohsinn unter ihnen entfachen,
das sollte nicht ein Privileg anderer Menschen sein.

Schade ist nur, dass auch wieder andere Zeiten kommen.
Doch ich denke dann immer gern an diese Runde zurück.
Denn diese Glückseligkeit, die ich dort habe vernommen,
bleibt ein ewiges, unverrückbares Erinnerungsstück.

Informationen zum Gedicht: Die Runde

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24.01.2013
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