Senryū zur Nacht

Ein Gedicht von Martina Anders
Das Bett lädt mich ein
als ob nichts fehlen würde
so ganz ohne dich


Nicht mehr erwachen
nur dich stets weiterträumen
nachtein und nachtaus


Jede Berührung
lässt uns einsamer werden
wenn wir nicht lieben


Sterne schnuppern sich
volltrunken durch die Nächte
von Sehnsucht berauscht


Gestorbener Tag
begraben im Sternenzelt
geboren als Nacht


Mich warm zugedeckt
schenkst du mir Trost statt Liebe
und mein Hoffen stirbt


Lautlos ist sie fort
die Nacht, was ist geblieben
ein Traum, unerfüllt

Informationen zum Gedicht: Senryū zur Nacht

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09.03.2016
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