Gebet -Die letzte Ölung

Ein Gedicht von Marcel Strömer
Lieber Vater

Dein schwingender Atem
durchsichelt die Nebelbänke
meiner Ohnmacht
Ich sehne mich nach dir
der du das Große bist
Die Freude, die Hoffnung,
der Frieden, die Harmonie
aus dir lebt Glaube, Vertrauen
Liebe und Zuversicht

In den hohen Lüften bist du zuhause
unter den Himmel verneigen sich
Sonne und Mond
Sterne und Staub
Licht und Dunkelheit
Alle Kreaturen und alles Absurde
Cherubime schlagen ihre Herzflügel auf
Gute Geister verehren dich
Gepriesen seist du in Ewigkeit!

Meine Wünsche treiben mich zu dir
In deine Hände begebe ich mich
Hinter mir Wunden und Schmerzen
unzählige Qualen und Plagen irdischer Tage
An deinem Stern halte ich mich fest
der den Weg mir bereitet hat

Nun stehe ich vor dir
in meiner Nacktheit und Scham
in meiner Furcht und Neugierde
Deine Gnade ist so groß
wie die Himmel hoch
Du öffnest mir die Tür
und ich bin ganz dein


© Marcel Strömer
[Magdeburg, den 24.05.2020]

Informationen zum Gedicht: Gebet -Die letzte Ölung

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24.05.2020
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