der facebook-Wahn

Ein Gedicht von Johann Forster
Ein Mann von Welt, zu denen er zählt,
hat ein Tablet in der Hand, markant
spielt mit dem programmierten Stick
es ist ein Kinderspiel, sein letzter Hit

Er hat jetzt einen Google-Account
damit abgebucht wird, was er braucht,
oder was sein Überziehungslimit erlaubt
großzügig er allen Spiele-Apps vertraut

Bei Facebook ist er seit einem Jahr,
1000 friends finden das gut, legal,
doch keiner kennt den anderen bisweil,
er wünscht sich aber das Gegenteil

Im Laptopschreiben ist er ein Hitter,
unterhält sich sogar mit Verstorbenen per Twitter,
telefoniert so oft es geht mit Skype,
das ist der neue große Hype

Jetzt wirkt er amtlich auch in XING,
dort lebt die 'Haute volaute' ja drin,
da fühlt er ist,was er wirklich ist
ein richtiger Bussiness-King

Beim Umgang mit dem Pin ist er Statist,
weil er das Passwort meist vergisst,
so macht das Surfen keinen Sinn,
wie heißt mein Code? ich glaub ich spinn

Ich versuch es lieber mit dem Dichten,
kann von vielen Kontakten berichten,
es wäre, höre ich, die richtige Richtung;
Frohsinn verkünden in meiner Dichtung,
raus aus dem Dunkel in die Lichtung

Informationen zum Gedicht: der facebook-Wahn

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28.04.2016
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Johann Forster) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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